Dezember 2022

Mitteilung vom:


Bereits neigt sich das ereignisreiche erste Jahr der neuen Legislaturperiode 2022/2025 dem Ende entgegen. Vieles war im Jahr 2022 in Bewegung - in der Gemeinde Jonen wie auch auf nationaler und globaler Ebene. Einige dieser weltweiten Entwicklungen hatten einen direkten und spürbaren Einfluss auf unsere Gemeinde. Wer sich zu Jahresbeginn mit dem Abflauen der Covid-19-Pandemie die Rückkehr zu einer gewissen Normalität erhofft hatte, sah sich durch den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine, der quasi gleichzeitig mit der Aufhebung der Covid-Massnahmen ausgebrochen ist, eines Besseren belehrt. Nebst unermesslichem menschlichem Leid in der Ukraine löste der Krieg massive Fluchtbewegungen aus. Innert Kürze musste ausreichend Wohnraum für die Unterbringung der Flüchtlinge aus der Ukraine gefunden werden, die der Gemeinde Jonen vom Kanton Aargau zugewiesen wurden. Von Privaten konnten zwei Wohnungen angemietet werden und auch die Ortsbürgergemeinde stellt eine Wohnung zur Verfügung. Die Gemeinde Jonen ist so in der Lage, die stetig erhöhte Aufnahmequote für Asylsuchende zu erfüllen. Die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge stellte Schule und Verwaltung vor grosse Herausforderungen, die auch dank der tatkräftigen Unterstützung der Asylbetreuerin Regina Klossner Looser bewältigt werden konnten – ihr sei an dieser Stelle für ihren grossen Einsatz herzlich gedankt. Gleichzeitig gilt es allen Gastfamilien zu danken, die mit der selbstlosen Aufnahme von Ukrainerinnen und Ukrainern im eigenen Haushalt einen grossen Anteil zur Bewältigung dieser Herausforderung beigetragen haben. Zurzeit befinden sich 16 Personen aus der Ukraine in Jonen; zusätzlich sind seit längerem zwei geflüchtete Familien aus Syrien in Jonen untergebracht.

Der Krieg in der Ukraine führte des Weiteren auch zu einer Verknappung der Energie in Europa. Zusammen mit anderen Faktoren hatte dies einen explosionsartigen Anstieg der Strom- und Gaspreise zur Folge. Die Bevölkerung und die Gemeinde von Jonen sehen sich im nächsten Jahr mit stark steigenden Stromkosten konfrontiert; der Gemeinderat kann die Sorgen der Bevölkerung dazu nachvollziehen. Im Verlauf des Herbsts wurden Massnahmen ergriffen zur Abwendung einer potenziellen Strommangellage, dies insbesondere durch eine reduzierte Beleuchtung und abgesenkte Raumtemperaturen in den Gemeindeliegenschaften.

Dank der Aufhebung der Coronamassnahmen war es ab dem Frühling erfreulicherweise wieder möglich, Veranstaltungen ohne Einschränkungen durchzuführen. So konnten im Juni am mehrfach verschobenen Neuzuzügerabend bei bestem Wetter endlich rund 80 neu in Jonen wohnhafte Einwohner begrüsst werden. Ebenfalls eine sehr stattliche Anzahl Besucher war bei der Bundesfeier auf dem Schulhausplatz zugegen, an der Nationalrätin Maja Riniker, die im Jahr 2024 voraussichtlich das Nationalratspräsidium übernehmen wird, eine eindrückliche und gehaltvolle Ansprache hielt. Auch Seniorenreise und Seniorenadventsfeier stiessen auf eine erfreulich hohe Resonanz. Ein kleiner Wermutstropfen bezüglich Veranstaltungen war indes, dass das im September geplante Fest zur Einweihung des neuen Brunnens auf dem Dorfplatz vor dem umgebauten ehemaligen Gasthaus Kreuz auf den 3. Juni 2023 verschoben werden musste. Auch hier spielte das globale Pandemiegeschehen eine wesentliche Rolle: Materialknappheit und Lieferschwierigkeiten hatten bei der Bauherrschaft zu einer Verzögerung im Bauablauf geführt. Bereits umgesetzt vor dem Kreuz Areal und dem Volg wurde im August die Begegnungszone auf der Dorfstrasse, die zur Beruhigung des Verkehrs auf diesem engen und viel befahrenen Strassenabschnitt beiträgt. Zum selben Zweck beabsichtigt der Gemeinderat im Jahr 2023 in den Gebieten Obschlagenstrasse und Radmühle sowie am Urnerweg die Einführung von Tempo 30-Zonen, nachdem die administrativen Anforderungen dafür vom Bundesrat vereinfacht worden sind.

Abgeschlossen werden konnten in diesem Sommer auch die restlichen Bauarbeiten zum Hochwasserschutz in Jonen. Die Massnahmen sind so ausgelegt, dass sie das Dorf vor Überschwemmungen bei Extremhochwasser, wie es alle 100 Jahre vorkommen kann, zu schützen vermögen. Damit die Abflusskapazität auch im untersten, kanalisierten Bereich des Bachs erhöht werden kann, beginnt der Kanton im kommenden Jahr mit der Revitalisierungsplanung dieses Bachabschnitts. Im Sommer dieses Jahres stellte dagegen nicht ein Übermass an Wasser eine Herausforderung dar – eher war es die langanhaltende Trockenheit. Die Wasserversorgung der Gemeinde konnte jedoch auch dank dem vor rund einem Jahr in Betrieb genommenen Netzverbund mit der Wasserversorgung Affoltern a. A. jederzeit und ohne Einschränkungen gewährleistet werden. Nach wie vor erhöht sind die Nitratwerte, aufgrund derer das Wasser der Quelle Himmelrich weiterhin verworfen werden muss. Beim Grundwasserpumpwerk Grien bewegen sich die laufend überwachten Werte unterhalb des gesetzlichen Grenzwerts – der Netzverbund trägt auch hier dazu bei, dass dieses Grundwasservorkommen nicht übermässig belastet werden muss.

In der Abwasserversorgung konnte ebenfalls ein grosses Projekt fertiggestellt werden. Seit gut einem halben Jahr ist die verbandseigene Schlammentwässerungsanlage auf dem Gelände der ARA Kelleramt in Unterlunkhofen in Betrieb. Sie ermöglicht die Entwässerung des Klärschlamms direkt vor Ort, womit jährlich rund 130 Lastwagen-Transportfahrten nach Bremgarten eingespart werden können.

Auch im nächsten Jahr wird in der Gemeinde Jonen in die Infrastruktur investiert. Aufgegleist und bereits von der Gemeindeversammlung bewilligt sind die Sanierungen des rund 40jährigen Kindergartens 1 und der Heizungsunterstationen in den Schul- und Gemeindeliegenschaften. Bei beiden Projekten wurde nebst der notwendigen Erneuerung der veralteten Anlagen auf die Verbesserung der Energieeffizienz Wert gelegt, damit sich der Strom- und Wärmebedarf der Gebäude reduzieren lässt. Mit der ab nächstem Jahr geplanten Umrüstung der Strassenbeleuchtung auf LED-Beleuchtung unternimmt die Gemeinde weitere Schritte, den Stromverbrauch zu senken. Auf der Gemeindeverwaltung konnte die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden. In diesem Jahr sind die neuen IT-Programme in Betrieb genommen worden. Sie ermöglichen effizientere Arbeitsprozesse und erlauben eine weitgehend papierlose Geschäftsverwaltung und Finanzbuchhaltung. Ein elektronisches Raumreservationssystem soll im Jahr 2023 eingeführt werden.

Eine solide Finanzlage ist die Voraussetzung, um solche Investitionen stemmen zu können. Per Ende 2022 wird die Gemeinde Jonen erstmals seit dem Jahr 2015 ohne Schulden dastehen, und dies trotz der ersten Steuerfusssenkung seit dem Jahr 2006. Dieser gesunden finanziellen Basis gilt es Sorge zu tragen, zumal nicht absehbar ist, ob in den kommenden Jahren zusätzliche Kosten (etwa im Gesundheits-, Sozial- und im Asylbereich) auf die Gemeinden zukommen werden. Der Gemeinderat wird deshalb auch in Zukunft an seiner steten und verlässlichen Finanzpolitik festhalten.

Zwangsläufig anpassen musste sich der Gemeinderat in diesem Jahr im Schulbereich, da zu Jahresbeginn die Schulpflegen abgeschafft und deren Aufgaben und Verantwortlichkeiten dem Gemeinderat übertragen worden sind. Die neuen Führungsstrukturen, in denen die Schulleitung für das operative Tagesgeschäft zuständig ist und der Gemeinderat die strategische Verantwortung trägt, haben sich gut eingespielt und bewährt. Sie bedeuten für den Gemeinderat – insbesondere für die Ressortverantwortliche – jedoch einen zusätzlichen Arbeitsaufwand. Da der langjährige Schulleiter Walter Koch im nächsten Sommer pensioniert wird, war der Gemeinderat auch bei der Suche nach dessen Nachfolger gefordert. In Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Kreisschule Kelleramt ist es gelungen, frühzeitig mit dem kürzlich an dieser Stelle vorgestellten Stefan Späni eine qualifizierte, motivierte und führungsstarke Persönlichkeit für diese anspruchsvolle Stelle zu gewinnen.

Im Herbst 2022 musste die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland zum zweiten Mal öffentlich aufgelegt werden. Grund dafür waren die erheblichen Änderungen, die infolge zahlreicher Einwendungen vorgenommen wurden. Während der zweiten Auflage sind wiederum Einwendungen eingereicht worden, deren Bereinigung momentan im Gange ist. Einwendungsverhandlungen haben bereits stattgefunden. Das Ziel des Gemeinderates ist, mit allen Einwendern eine Einigung zu finden und die Vorlage anschliessend der Gemeindeversammlung im nächsten Jahr zur Beschlussfassung zu unterbreiten.  

Am Ende dieses ereignisreichen und intensiven Jahres danken wir unserer Bevölkerung für die konstruktive und angenehme Zusammenarbeit. Gemeinderat und Mitarbeiter der Gemeinde werden Ihnen auch im neuen Jahr nach bestem Wissen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für die kommenden Festtage und das neue Jahr wünschen wir unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern alles Gute, beste Gesundheit und viel Erfolg.

Gemeinderat Jonen

Mitteilung vom:


Per anfangs 2022 wurde die Musikschule Kelleramt der Kreisschule Kelleramt angeschlossen. Ab 1. Januar 2023 ist die Musikschule Kelleramt neu wie folgt erreichbar:

Musikschule Kelleramt
Schulen Jonen
Pfäfflerstrasse 4
8916 Jonen
E-Mail: musikschule@schulen-jonen.ch
Telefon: 056 649 92 11

Das Sekretariat befindet sich im Untergeschoss des Schulhauses Pilatus in Jonen. Ab 1. Februar 2023 teilen sich Regina Klossner und Erich Rey die Arbeiten der Musikschulleitung und des Sekretariats. Isabella Eichenberger führt ihre Nachfolgerin und ihren Nachfolger noch bis Ende Januar in ihre neuen Aufgaben ein.

November 2022

Mitteilung vom:


Gestützt auf § 26 Ziff. 2 des Gesetzes über die Einwohnergemeinden (Gemeindegesetz) werden die Beschlüsse der Einwohnergemeindeversammlung vom 7. November 2022 veröffentlicht. Bei allfälliger Einreichung eines Referendumsbegehrens (Begehren auf Urnenabstimmung) kann bei den Zentralen Diensten eine Unterschriftenliste bezogen werden. Vor Beginn der Unterschriftensammlung kann die Liste den Zentralen Diensten zwecks Vorprüfung des Wortlautes des Begehrens eingereicht werden. Für das Zustandekommen eines Referendums ist ein Fünftel der Unterschriften der Stimmberechtigten erforderlich (§ 31 Gemeindegesetz in Verbindung mit Abs. V der Gemeindeordnung). Massgebend für die Berechnung der erforderlichen Unterschriftenzahl ist die Zahl der Stimmberechtigten am Tag der Hinterlegung des Referendumsbegehrens bei den Zentralen Diensten.

An der Einwohnergemeindeversammlung vom 7. November 2022 haben von den 1519 Stimmberechtigten deren 112 (7.4 %) teilgenommen. Alle Beschlüsse wurden positiv, aber nicht abschliessend gefasst (für die abschliessende Beschlussfassung wären 304 Stimmen nötig gewesen) und unterstehen daher dem fakultativen Referendum, nämlich:
 

1. Protokoll der Einwohnergemeindeversammlung vom 9.5.2022

2. Kreditabrechnung zum Bau eines Netzverbundes zwischen den Wasserversorgungen Jonen und Affoltern a. A. ZH (Anteil Jonen)

3. Verpflichtungskredit von Fr. 270 000.– als Anteil der Gemeinde Jonen für die Sanierung der Heizungs-Unterstationen der Schul- und Gemeindeliegenschaften

4. Verpflichtungskredit von Fr. 302 000.– für die Sanierung des Kindergartens 1

5. Budget 2023 mit einem Steuerfuss von 87 %

6. Gemeinderatsentschädigungen für die Jahre 2023-2025 (Rest der Legislaturperiode 2022/2025)
 

Ablauf der Referendumsfrist: 12. Dezember 2022

 

Oktober 2022

Mitteilung vom:


Infolge zahlreicher Einwendungen, die während der ersten öffentlichen Auflage im Jahr 2021 eingereicht worden sind, hat der Gemeinderat die Gesamtrevision Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland in verschiedenen Punkten überarbeitet. Dabei wurden aus Sicht des Rates zweckmässige und berechtigte Anliegen, welche die Ziele der Gesamtrevision nicht infrage stellen, berücksichtigt. Einige weitere Anpassungen in den Planungsinstrumenten, etwa die Abstimmung mit der revidierten Bauverordnung, hat der Gemeinderat von sich aus vorgenommen. 

Da es sich um wesentliche Änderungen gegenüber der ersten öffentlichen Auflage handelt, hat nach Abschluss der ergänzenden kantonalen Vorprüfung eine zweite öffentliche Auflage gemäss § 24 Abs. 1 BauG zu erfolgen. Die Entwürfe mit Erläuterungen und der Vorprüfungsbericht liegen vom Freitag, 7. Oktober bis und mit Montag, 7. November 2022 im Mehrzwecksaal des Schulhauses Säntis auf und können während den Bürozeiten der Gemeindeverwaltung eingesehen werden. Ebenfalls können sie ab 7. Oktober 2022 auf der Homepage der Gemeinde Jonen eingesehen werden (s. unten). Ein Merkblatt gibt Auskunft über die wichtigsten Änderungen, die gegenüber den Entwürfen der ersten Auflage vorgenommen worden sind. Die Einwender wurden über die vorgenommenen Anpassungen direkt informiert.

Zusätzlich stehen am Donnerstag, 20. Oktober 2022, von 18.00 bis 21.00 Uhr im Säntissaal Vertreter des Gemeinderates und die Fachplaner für die Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.

Wer ein schutzwürdiges eigenes Interesse hat, kann innerhalb der Auflagefrist Einwendungen erheben. Die allfällige Berechtigung von Natur- und Heimatschutz- sowie Umweltschutzorganisationen Einwendungen zu erheben, richtet sich nach § 4 Abs. 3 und 4 BauG. Einwendungen sind schriftlich beim Gemeinderat einzureichen und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Einwendungen, die bereits während der ersten öffentlichen Auflage eingegangen sind, behalten ihre Gültigkeit.
 


Pläne und Dokumente für die zweite öffentliche Auflage

Merkblatt "Änderungen an den Planungsentwürfen gegenüber der 1. öffentlichen Auflage"
Bau- und Nutzungsordnung BNO neu
Bau- und Nutzungsordnung BNO Gegenüberstellung alt/neu (Synopse)
Abschliessender Vorprüfungsbericht Kanton - Ergänzung vom 24.8.2022
Abschliessender Vorprüfungsbericht Kanton vom 1.10.2020
Bauzonenplan
Änderungsplan Bauzonen
Kulturlandplan
Änderungsplan Kulturland
Planungsbericht
Mitwirkungsbericht
Regionale Stellungnahme der Repla Mutschellen-Reusstal-Kelleramt
Bauinventar der Gemeinde Jonen inkl. Pläne
Plan Einwohnerdichte

August 2022

Mitteilung vom:


Aktuell sind in Jonen 2272 Einwohner wohnhaft, davon 362 Ausländer. Ende 2021 betrug die Einwohnerzahl 2237.

Mitteilung vom:


Über 200 Einwohnerinnen und Einwohner folgten am 1. August der Einladung zur Bundesfeier auf dem Schulhausplatz. Der Gemeinderat dankt allen Besucherinnen und Besuchern sowie im Speziellen der Festrednerin, Frau Nationalrätin Maja Riniker für die eindrückliche und gehaltvolle Ansprache.

Ein grosses Dankeschön geht aber auch an die Guggenmusik Näbelgeischter für die Organisation und die Führung der Festwirtschaft und den Musikverein für die feierliche musikalische Umrahmung. Sie und alle Helferinnen und Helfer vor und hinter der Kulisse haben mit ihrem wertvollen Beitrag zu einer gemütlichen Bundesfeier verholfen.

Im Übrigen dankt der Gemeinderat der ganzen Bevölkerung für die strikte Einhaltung des Feuer- und Feuerwerkverbots am 1. August und das Verständnis dafür. Das Feuerverbot gilt weiterhin bis auf Widerruf.

Rednerin Maja Riniker Bundesfeier

1. Augustfeier 2022

1. August

 

März 2022

Mitteilung vom:


Bitte beachten Sie das Informationsblatt der Zivilschutzorganisation Freiamt "Vorbereitung bei Krisen"

Februar 2022

Mitteilung vom:


Aus der Erfolgsrechnung 2021 der Ortsbürgergemeinde Jonen ergeht ein Ertragsüberschuss von Fr. 309’356.03. Der budgetierte Ertrag konnte um Fr. 146’656.03 übertroffen werden. Die zusätzlich zum Budget erwirtschafteten Einnahmen resultieren aus dem anteilsmässigen Ertragsüberschuss des Forstbetriebs Kelleramt.

Die Waldungen von Jonen, Arni und Oberlunkhofen werden durch den Forstbetrieb Kelleramt bewirtschaftet. Der Forstbetrieb Kelleramt kann das Jahr 2021 mit einem erfreulichen Überschuss von Fr. 292’191.17 abschliessen.

Mitteilung vom:


Die Erfolgsrechnung 2021 der Einwohnergemeinde Jonen schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 926’233.56 ab. Der im Budget vorgesehene Gewinn von Fr. 739’200.– konnte um Fr. 187’033.56 übertroffen werden. Das operative Ergebnis kommt auf sehr gute Fr. 726’233.56 zustande.

Die grössten Ausgaben sind im Jahr 2021 in den spezialfinanzierten Betrieben angefallen. In der Wasserversorgung wurde der Leitungsanschluss an die Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern a. A. realisiert. Dieses Projekt ist nahezu abgeschlossen und hat bislang Kosten von Fr. 554’466.80 ausgelöst. Ebenfalls wurde in der Wasserversorgung das Leitsystem ausgewechselt, was mit Kosten von Fr. 97’984.– verbunden war. In der ARA Kelleramt wurde das Projekt einer eigenen Schlammentwässerungsanlage realisiert, woran sich die Abwasserbeseitigung Jonen mit Fr. 264’414.60 zu beteiligen hatte. Über die Investitionsrechnung der Einwohnergemeinde wurden Kosten von Fr. 127’000.– für den Hochwasserschutz sowie weitere Ausgaben von Fr. 17’197.15 für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung verbucht. Ebenfalls sind erste Aufwendungen von Fr. 12’708.65 für die Softwareerneuerung der Gemeindeverwaltung sowie die Schlussrechnung für den neuen Buswendeplatz an der Weingasse/Zwillikerstrasse im Betrag von Fr. 23’957.– angefallen.

Durch die Nettoausgaben von total Fr. 209'566.80 aus der Investitionsrechnung und dank der Selbstfinanzierung von Fr. 1’564’769.85 aus der Erfolgsrechnung konnte im Berichtsjahr ein Finanzierungsüberschuss von Fr. 1’355’203.05 erwirtschaftet werden. Die Nettoschuld der Einwohnergemeinde verringert sich dadurch auf noch Fr. 487'247.26, was pro Einwohner Fr. 217.81 ausmacht.
 

Steuern

Steuern 2021

Die Einkommens- und Vermögenssteuern konnten – bei einem Steuerfuss von 92 % - mit insgesamt Fr. 6'276’955.– in Rechnung gestellt werden. Budgetiert war eine Sollstellung von Fr. 6’395’000.–. Über alle Steuerarten gesehen wurde das Budget um rund Fr. 60'000.– nicht erreicht. Es darf dennoch von einer Punktlandung gesprochen werden.

Die Steuerausstände per Ende 2021 betragen 11.5 %, wobei 7.5 % der Sollstellung in Verzug mit Zahlungen sind. Der kantonale Durchschnitt beträgt 13.8 %. Die effektiven Abschreibungen betragen -0.01%. Hier beträgt der kantonale Durchschnitt 0.34%.

Dezember 2021

Mitteilung vom:


Der Wahlherbst ist vorbei. Die Gesamterneuerungswahlen des Gemeinderats für die Legislaturperiode 2022/2025 standen in politischer Hinsicht im Zentrum des Jahres 2021. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2008 gab es bei Wahlen in das Exekutivorgan der Gemeinde mehr Kandidaten als freiwerdende Sitze – die Stimmbürger hatten eine breite Auswahl. Vermutlich resultierte auch daraus eine für kommunale Wahlen hohe Stimmbeteiligung von 48.8 %. Am 26. September wurden schliesslich Doris Haas und Julia Huber bereits im ersten Wahlgang in den Gemeinderat gewählt. Sie ersetzen Reto Blättler und Jürg Rüttimann, die nach 8 bzw. 14 Amtsjahren (davon 8 Jahre als Vizeammann und 4 Jahre als Gemeindeammann) per Ende Jahr aus dem Gremium zurücktreten. Als neuer Gemeindeammann wurde der bisherige Vizeammann Philipp Ackermann gewählt. Den Posten des Vizeammanns übernimmt Dieter Brodbeck. Auch die Kommissionen, Behörden und Ämter konnten ohne grössere Rochaden und Probleme besetzt werden. Es ist, wie Beispiele aus anderen Gemeinden zeigen, keine Selbstverständlichkeit, dass sich für jedes Amt eine motivierte Person zur Verfügung stellte. Ihnen sowie all jenen, die per Jahresende aus ihren Ämtern zurücktreten, gebührt ein grosses Dankeschön für ihren Einsatz zugunsten unserer Gemeinde.

Nicht mehr zu besetzen waren die Sitze in der Schulpflege. Nach dem Volksentscheid der Aargauer Stimmberechtigten im Jahr 2020 stand fest, dass diese Behörde per 31. Dezember 2021 aufgehoben und die Führungsstruktur der Volksschule auf eine neue Grundlage gestellt wird. Die bisherigen Aufgaben der Schulpflege werden zwischen dem Gemeinderat und der Schulleitung aufgeteilt. Die jeweiligen Zuständigkeiten sind klar definiert worden: Die Schulleitung wird vorab für das operative Tagesgeschäft zuständig sein, dem Gemeinderat obliegt die strategische Führung der Volksschule.

Mehrere Grossbaustellen im Dorf prägten das Jahr 2021. Ein Grossteil der Hochwasserschutzmassnahmen konnte dieses Jahr ausgeführt werden – trotz gewissen Verzögerungen aufgrund hoher Niederschlagsmengen im Sommer und zu tiefen Pegelständen im Herbst, welche verhinderten, dass im Bach mit schwerem Gerät gearbeitet werden konnte. Die letzten Arbeiten werden nun nach Ende der Fischschonzeit im nächsten Mai erfolgen. Die baulichen Massnahmen waren Mitte Juli glücklicherweise indes schon weit genug fortgeschritten, so dass der Bach nach den Starkregenfällen im Unterdorf nicht grossflächig über die Ufer trat und keine grossen Schäden anrichtete. Damit die Hochwasserschutzmassnahmen im Dorf ihre volle Wirkung entfalten können, muss die Abflusskapazität auch im Bachabschnitt von der Mattenhofbrücke bis Mündung in die Reuss vergrössert werden. Die entsprechenden Massnahmen haben für Kanton und Gemeinde hohe Priorität und sollen nach Abschluss der laufenden Arbeiten angegangen werden.

Dank dem regenreichen Sommer konnten sich die Grundwasserpegel erholen, die nach den drei vorangegangenen trockenen Sommern merklich gesunken waren. Die Nitratwerte im Grundwasser bewegen sich zwar im grünen Bereich, sie liegen jedoch nahe am Grenzwert. Abhilfe schafft diesbezüglich der neue Netzverbund mit Affoltern am Albis. Mit dem im Herbst nach kurzer Bauzeit erfolgten Anschluss der Wasserversorgung Jonen an die Wasserversorgung unserer Nachbargemeinde kann die Abhängigkeit vom Grundwasserpumpwerk Grien reduziert und die langfristige Versorgungssicherheit mit Trinkwasser sichergestellt werden. Der Netzverbund bedeutet für die Wasserversorgung Jonen einen Meilenstein. Das Quellwasser aus der Fassung Himmelrich muss nitratbedingt jedoch weiterhin verworfen werden. Die Suche nach dem Ursprung des Nitrats blieb erfolglos.

Weiter beschäftigt hat den Gemeinderat im vergangenen Jahr auch die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland. Während der öffentlichen Auflage sind zahlreiche Einwendungen eingegangen. In der Folge haben Gemeinderat und Planungskommission die Entwürfe in verschiedenen Punkten überarbeitet. Diese Anpassungen sind nun mit übergeordneten Vorgaben in Übereinstimmung zu bringen, welche unserer Gemeinde daraus erwachsen, dass sie im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) enthalten ist. Eines der wichtigsten Ziele der kommenden Legislatur wird sein, die Gesamtrevision der Nutzungsplanung abschliessend zu bereinigen, um sie zeitnah der Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung vorlegen zu können.

Die Gestaltung des Dorfzentrums nimmt derweil sichtbare Formen an. Die neuen Bauten auf dem Areal des ehemaligen Gasthofs Kreuz ragen aus dem Boden und lassen erahnen, wie sich der Ortskern künftig präsentieren wird. Dank einer Vereinbarung mit der privaten Eigentümerschaft kann vor dem Kreuz ein öffentlich zugänglicher Dorfplatz realisiert werden. Im Herbst 2022 wird der Platz, der mit einem neuen Dorfbrunnen und Sitzgelegenheiten ausgestattet wird, eingeweiht werden. Ergänzend zum Dorfplatz plant der Gemeinderat in diesem Bereich der Dorfstrasse eine Begegnungszone, die das Zentrum weiter aufwerten und die Verkehrssicherheit erhöhen soll. Auch bei der Bushaltestelle Taverne wird es beidseitig bauliche Anpassungen geben, weil diese nach dem Behindertengleichstellungsgesetz rollstuhlgängig umzubauen sind. Das Thema Verkehr wird den Gemeinderat in der anstehenden Amtsperiode auch insofern beschäftigen, da aus verschiedenen Quartieren Anträge mit zahlreichen Unterschriften zur Einführung von Tempo-30-Zonen eingegangen sind. Der Rat wird dazu nächstes Jahr eine Auslegeordnung vornehmen.

In der Gemeindeverwaltung wurde die Digitalisierung weiter vorangetrieben. Nach zeitintensiven Implementierungsphasen werden ab neuem Jahr eine elektronische Geschäftsverwaltung, eine neue Gemeindefachlösung sowie ein vollelektronisches Raumreservationssystem für die Homepage der Gemeinde in Betrieb genommen.  

Auch der Berufsnachwuchs wird gefördert: Seit August wird deshalb neben den bestehenden zwei kaufmännischen Ausbildungsplätzen in der Verwaltung erstmals auch bei den Haus- und Werkdiensten ein Lehrling zum Fachmann Betriebsunterhalt ausgebildet.

Weil sich die Finanzlage der Gemeinde nach wie vor positiv entwickelt und die Verschuldung aus den massiven Investitionen der 10er-Jahre weitgehend abgebaut wurde, konnte der Steuerfuss erstmals seit 15 Jahren gesenkt werden auf neu 87 %. Auch bei den Wasser- und Abwassergebühren werden die Haushalte künftig unter dem Strich entlastet. Sowohl die Entwicklung der Ausgaben als auch der Einnahmen werden laufend analysiert, um – wo nötig – frühzeitig Korrekturen vornehmen zu können. Eine stete, verlässliche Finanzpolitik bleibt auch in der Legislatur 2022/2025 ein vordringliches Anliegen des Gemeinderats.

Ein Rückblick kommt leider auch in diesem Jahr nicht ohne die Erwähnung der Coronapandemie aus: Bedauerlicherweise mussten viele Anlässe der Gemeinde und Veranstaltungen der Dorfvereine aufgrund der Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie abgesagt werden. Die Geselligkeit und der Austausch zwischen Bevölkerung und Behörden sind dadurch zu kurz gekommen. Der Gemeinderat hofft, die Lage an der Pandemiefront möge sich im 2022 nachhaltig beruhigen, damit wieder mehr persönliche Begegnungen möglich sind.

An Herausforderungen wird es also auch im kommenden Jahr nicht mangeln. Wir freuen uns, im nächsten Jahr mit neuen Kräften weitere spannende Aufgaben anzupacken. Anregungen und Verbesserungsvorschläge nehmen Gemeinderat und Verwaltung gerne entgegen. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen in die Gemeinde und die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Wir wünschen allen unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern eine besinnliche und erholsame Weihnachtszeit mit ruhigen, schönen Momenten und alles Gute im 2022.

Gemeinderat Jonen